Ersatzbrennstoff-Aufbereitungs- und Dosieranlage

Die Substitution von Primärenergie durch hochkalorische Abfallfraktionen ist ein wesentlicher Baustein des Recyclingprozesses. Durch die Aufbereitung von Abfall in Ersatzbrennstoffe können fossile Energieträger wie Steinkohle und Braunkohle ersetzt und analog dazu, natürliche Ressourcen geschont werden.

Für die Aufbereitung von Industrie- und Gewerbemüll zum wirtschaftlichen Einsatz als Ersatzbrennstoff (EBS) im Bereich der Großindustrie (Zement-, Stahlindustrie) bzw. Kraftwerken, ist das Erzielen einer Granulatgröße von 20 mm erforderlich. Dazu ist ein mehrstufiges Zerkleinerungsverfahren nötig.

Hauptkriterium für die Wirtschaftlichkeit der Anlage ist die Vor-Zerkleinerung auf eine definierte Granulatgröße, als Voraussetzung für eine problemlose Fremdkörperausscheidung. Die Fremdkörperausscheidung mittels Schwerstoffabscheider sorgt für eine Minimierung der Verschleißkosten, Optimierung der Produktqualität, Erhöhung der Verfügbarkeit und somit für einen wirtschaftlichen Betrieb.

Die Anforderung

Für unseren Kunden, einen der größten Entsorgungsunternehmen Europas realisierten wir die gesamte EMSR – Technik für den Betrieb und die Überwachung einer Aufbereitungs- und Dosieranlage. Der Fokus lag hier neben der hohen Verfügbarkeit der Gesamtanlage auf maximalem Automatisierungsgrad zur Minimierung des notwendigen Personaleinsatzes für den Betrieb der Anlage.

Die Beschickung der Anlage kann wahlweise mittels eines robusten Förderbandes (Plattenband), welches eine kontinuierliche Befüllung des Vorzerkleinerers gewährleistet, mittels Radladers, Staplers oder Krans erfolgen. Der Vorzerkleinerer reduziert das Aufgabematerial auf eine definierte Granulatgröße. Einheitliche Outputgrößen ermöglichen eine optimierte Ausscheidung der Fremdkörperanteile mittels FE - Separierung und Schwerstoffabscheider. Das störstoffbefreite Material wird über ein Förderband an den nachgeschalteten Granulierer übergeben. Mit Hilfe entsprechender Siebeinsätze erfolgt die Feingranulierung auf die geforderte Korngröße von ca. 15 – 20 mm. Der Abtransport des Akzeptmaterials erfolgt über Förderbänder oder über das geschlossene, modulare Trogkettenfördersystem.

Mittels einer Einblasvorrichtung erfolgt die Trennung von Materialien unterschiedlicher spezifischer Dichte.

Unsere Leistungen

  • Erstellung und Auslegung des Automatisierungskonzepts
  • Erstellung der Hardwaredokumentation mit EPLAN
  • Schaltschrankbau
  • Applikationserstellung der Antriebstechnik
  • Erstellung des S7-Anwenderprogramms
  • Erstellung und Realisierung des Bedienkonzept mit Panel-PC
  • Rezepturverwaltung, Prozessdaten- und Meldungsarchive
  • Vernetzung über Profibus und Ethernet
  • Visualisierung mit Siemens WinCC
  • Montage, Inbetriebnahme und Schulung vor Ort

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